Federale / altro diritto dell’avvocatura

2D_33/2012, sentenza del 27.11.2012
 Art. 9 BV, Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 27 i. V. m. Art. 38 GTar/VS; Höhe des anwaltlichen Honorars, rechtliches Gehör, Willkür.
Zwar verlangt der Anspruch auf rechtliches Gehör, dass die Behörde die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtslage betroffenen Person auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. [...]
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Parteientschädigung muss aber der Entscheid über die Höhe des anwaltlichen Honorars in der Regel nicht begründet werden, was zumindest dann gilt, wenn – wie im vorliegenden Fall – ein Tarif oder eine gesetzliche Regelung der Ober- und Untergrenze der Entschädigung besteht und das Gericht diesen Tarif beziehungsweise diese Bandbreite einhält und von der Partei keine aussergewöhnlichen Umstände vorgebracht werden (BGE 111 Ia 1 E. 2a S. 1 f.; 93 I 116 E. 2 S. 120 f.). Hier hat die Vorinstanz die Parteientschädigung gestützt auf den in Art. 27 i. V. m. Art. 38 des Gesetzes [des Kantons Wallis] vom 11. 2. 2009 betreffend den Tarif der Kosten und Entschädigungen vor Gerichts- oder Verwaltungsbehörden (GTar/VS; SGS 173.8) vorgegebenen Rahmen (CHF 1100.– bis CHF 11 000.–) festgelegt.
4A_24/2011, sentenza del 28 maggio 2012
 Honoraires d'avocat.
Un avocat genevois, qui avait reçu avec un confrère italien 25 millions d’euros d’honoraires de Margherita Agnelli, la fille de l’ancien patron de Fiat, devra restituer une large part de ce montant. Le Tribunal fédéral a rejeté son recours.
2C_755/2010, sentenza del 10.12.2010
 Art. 43 al. 3 LPAv/GE.
Refus d’admettre la constitution d’un avocat.
Par décision du 30 août 2010, le Juge d’instruction a refusé la constitution de E.X. pour la défense de A.X. et/ou de ses sociétés, au motif que ce même avocat avait précédemment fonctionné comme défenseur dans une affaire connexe.
4A_329/2009, sentenza del 01.12.2010
 Art. 398 CO.
Mandat, responsabilité de l'avocat et connaissance de la jurisprudence.
La notion de connaissance du dommage au sens des art. 83 LCR et 60 CO est imprécise et peut être délicate à appliquer au cas concret. L'avocat doit dès lors examiner la question avec attention afin d'éviter que les prétentions de son client se prescrivent. Or, en faisant preuve d'un minimum de diligence, le défendeur devait se rendre compte qu'il n'était pas certain que la prescription ne courrait qu'à partir de la communication de la décision définitive de l'assureur social. A défaut de certitude, la prudence élémentaire commandait d'agir à toutes fins utiles et d'entreprendre les démarches en vue d'éviter une éventuelle prescription. Cela s'imposait d'autant plus que ces démarches étaient simples; il suffisait de demander à l'assureur responsable de renoncer à invoquer la prescription ou, s'il s'y refusait, à interrompre l'éventuel cours de la prescription par la notification d'un commandement de payer. En cas d'incertitude en matière de délai, l'avocat doit agir de sorte à éviter toute discussion ultérieure (cf. ATF 87 II 364 consid. 1 p. 370 s.). C'est à bon droit que la cour cantonale a retenu un défaut de diligence de la part du défendeur.
1B_101/2008, sentenza del 28.10.2008
 Eingeschränktes Anwaltsprivileg im Kartellverwaltungsverfahren.
2C_122/2009, sentenza del 22.09.2009
 Art. 29 a BV.
Verzicht auf Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen einen Anwalt, Rechtsweggarantie.
Nach konstanter Rechtsprechung dient das anwaltsrechtliche Disziplinarverfahren dem allgemeinen öffentlichen Interesse an der korrekten Berufsausübung durch die Rechtsanwälte und nicht der Wahrung individueller privater Anliegen. Der Anzeiger wird durch die Nichteinleitung oder Einstellung eines Disziplinarverfahrens deshalb nicht in schutzwürdigen eigenen Interessen betroffen. Es fehlt ihm damit auch die Legitimation gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG, um einen Entscheid über die Nichteröffnung oder Einstellung eines solchen Verfahrens mit Beschwerde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht anzufechten (BGE 133 II 468 E. 2 S. 471 f. mit Hinweisen). Mangels eines schutzwürdigen Interesses verleiht die Rechtsweggarantie nach Art. 29a BV dem Anzeiger daher ebenfalls keinen Anspruch, auf kantonaler Ebene eine gerichtliche Überprüfung der erwähnten Entscheide zu erwirken (vgl. zudem BGE 132 II 250 E. 4.1– 4.4 S. 253 ff.).
ATF 134 III 534
 Art. 398 Abs. 2 OR; Haftung des Anwalts.
Unter dem Gesichtspunkt der Haftung des Beauftragten bestimmt grundsätzlich die Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts den Zeitpunkt, von dem an ein Anwalt eine neue Rechtsprechung kennen müsste (E. 3.2).
1B_101/2008, 2C_505/2008, sentenza del 28.10.2008
 Art. 50 Abs. 1 VStR; Art. 321 StGB.
Entsiegelung; Anwaltsgeheimnis.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann eine Person, die ein Berufsgeheimnis zu wahren hat und der aus diesem Grund ein Zeugnisverweigerungsrecht zustünde, sich der Beschlagnahme von in ihrem Besitz befindlichen Akten dann nicht widersetzten, wenn sie im Verfahren nicht als Zeuge in Frage kommt, weil sie selbst beschuldigte ist. Für seine eigenen Verfehlungen kann niemand ein Privileg aufgrund eines Berufsgeheimnisses beanspruchen (BGE 130 II 193 E. 2.3 S. 196; 125 I 46 E. 6 S. 50; 106 IV 413 E. 7c S. 424 mit Hinweisen).
4A_190/2008, sentenza del 10.07.2008
 Responsabilité de l’avocat (obligation de diligence dans le cadre du mandat) et connaissance de la jurisprudence.
5A_476/2007, sentenza del 02.11.2007
 Art. 394 ff. OR; Vertrag zwischen Anwalt und Klient; Anwaltshonorar; Prozessentschädigung.
4C.37/2007, sentenza del 11.10.2007
 Art. 1 OR; Anwaltshonorar.
1S.5/2006, 1S.6/2006, arrêt du 05.05.2006
 Art. 65 Abs. 1 Satz BstP, Art. 59 Abs. 1 StGB.
Beschlagnahme eines noch nicht aufgebrauchten Kostenvorschusses; Verletzung des Anwaltsgeheimnisses bei Offenlegung der Nonorarnote nach aussen.
1A.43/2006, arrêt du 06.04.2006
 Art. 8 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 3 KVO-VwVG.
Entschädigung an amtliche Parteivertreter im erstinstanzlichen Auslieferungsverfahren.
2P.129/2005, Urteil vom 15.03.2006
 Art. 8, 9, 29 et 36 Cst.; art. 80 let. b loi genevoise sur la procédure administrative (LPA).
Révision, examens d’avocat.
2A.177/2005, arrêt du 24.02.2006
 Art. 17 Abs. 1 BGFA.
Disziplinaraufsicht über Rechtsanwälte (Einstellung in der Berufsausübung).
2P.17/2004, 2P.325/2003, arrêt du 06.06.2006
 § 9 Abs. 2 Dekret des Grossen Rats des Kantons Aargau über die Entschädigung der Anwälte vom 26. August 2003; Art. 9 und Art. 27 BV (Änderung des Anwaltstarifs).
Eine Praxisänderung des Bundesgerichts führt zu einer Erhöhung der Anwaltshonorare für Pflichtmandate. Anwälte sollen auch mit sogenannten Pflichtmandaten einen Verdienst erzielen können, der zwar „bescheiden, nicht aber bloss symbolischer Natur sein“ darf. Das Bundesgericht hat seine Praxis aufgegeben, wonach es verfassungsrechtlich zulässig war, Mandate im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege nur gerade kostendeckend zu entschädigen. Weiterhin zulässig bleibt es, Pflichtanwälte unter dem ordentlichen Tarifansatz zu entschädigen.
2P.147/2005, Urteil vom 31.08.2005
 Art. 8 und 9 BV, Art. 6 EMRK; Parteikosten im Verwaltungsverfahren.
2P.311/2004, arrêt du 31.08.2005
 Art. 9 BV, Art. 6 EMRK und § 9 des Basler Advokaturgesetzes vom 15. Mai 2002.
Advokaturexamen; fällt ein Kandidat definitiv in der Anwaltsprüfung durch, kann er sich nicht auf die Europäische Menschenrechtskonvention berufen und verlangen, dass ein Gericht die Beurteilung seiner Prüfungsleistungen überprüft. Soweit er dagegen die Rechtmässigkeit des Verfahrens beanstanden will, öffnet ihm die Konvention den Weg an ein Gericht (E. 2).
Willkür bei der Bewertung, Verletzung der Rechtsgleichheit und Fehlen einer gesetzlichen Grundlage bzw. einer Delegationsnorm im Advokaturgesetz verneint (E. 3).
1P.254/2005, Urteil vom 30.08.2005
 Art. 29 Abs. 1 und 32 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 11 Abs. 3 KV/OW; Rechtsverweigerung.
5P.86/2005, Urteil vom 25.08.2005
 Art. 9 BV; Parteientschädigung.
6P.154/2004, 6S.415/2004, Urteil vom 23.06.2005
 Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK (Strafverfahren; "in dubio pro reo", Willkür); Ehrverletzung (Art. 173 Ziff. 1 StGB).
1P.285/2004, arrêt du 01.03.2005
 Fixation et prise en charge des honoraires de l'avocat d'office en cas de défense nécessaire.
2P.232/2004, arrêt du 28.04.2005
 Examens d'avocat.
Art. 8, 9, 29 Cst.; règlement d'application de la loi sur la profession d'avocat du canton de Genève du 5 juin 2002 (RLPAv); disposition transitoire.
5P.388/2004, arrêt du 20.12.2004
 Art. 9 Cst.
Rémunération de l'avocat.
4P.190/2004, arrêt du 13.10.2004
 Art. 34 LPAv GE, Art. 29 al. 2 Cst
Taxation des honoraires d`avocat, droit d `être entendu, arbitraire.
2P.252/2004, arrêt du 12.10.2004
 Art. 27 et 36 Cst.
Inscription aux examens de fin de stage.
2A.460/2003, Urteil vom 11.08.2004
 Tätigkeit im anwaltlichen Monopolbereich; Disziplinarverfahren, Verwarnung.
2P.83/2004, Urteil vom 09.08.2004
 Art. 8, 9 und 29 BV; Art. 6 EMRK.
Fürsprecherprüfung; Strafrechtsklausur.
Beschwerde gegen die Verfügung der Prüfungskommission für Fürsprecher des Kantons Bern.
Akteneinsichtsrecht erstreckt sich nicht auf die Arbeiten anderer Kandidaten, solange keine konkreten Anhaltspunkte oder Verdachtsmomente vorgebracht werden, die auf eine rechtsungleiche Behandlung schliessen lassen; allfällige Gehörsverletzung geheilt (E. 2).
Bewertungsschema verletzt weder das Gebot der Rechtsgleichheit noch das Willkürverbot (E. 3).
Der Umstand, dass eine Kandidatin im Rahmen der Voruntersuchung im späteren Prüfungsfall zwei Einvernahmen beigewohnt hatte, verletzt das Gebot der Rechtsgleichheit nicht (E. 4).
Beschränkung der Kognition der Rechtsmittelbehörde bei der Überprüfung von Schul- und Examensleistungen zulässig (E. 5).
Beschwerde als unbegründet abgewiesen (E. 7).
2P.237/2003, Urteil vom 29.01.2004
 Ermächtigung zur öffentlichen Beurkundung; Eintragungspflicht der Urkundsperson in das kantonale Anwaltsregister.
2P.19/2003, Urteil vom 29.07.2003
 Art. 8, 9 und 29 BV.
Fähigkeitsausweis für den Rechtsanwaltsberuf.
2P.185/2002, arrêt du 13.01.2003
 Art. 9 et 29 al. 2 Cst.
Sanctions disciplinaires; prescription; frais à la charge du plaignant.
2P.46/2001, Urteil vom 20.08.2001
 Art. 8, 9, 16, 27 und 29 BV.
Berufsausübung; Disziplinarmassnahme.
ATF 127 III 328
 Contrat relatif à l'estimation d'un immeuble; responsabilité de l'expert.
Délimitation entre le contrat d'entreprise (art. 363 CO) et le mandat (art. 394 CO); applicabilité du droit du mandat dans le cas concret (consid. 2).
Mesure de la diligence requise du mandataire (consid. 3).
4C.225/2000, Urteil vom 08.03.2001
 Auftrag; Sorgfaltspflichtverletzung; Schadenersatz.
2P.187/2000, Urteil vom 08.01.2001
ATF 125 II 56
 Art. 2 Disp. trans. Cst.; art. 4 de la loi fédérale sur le marché intérieur (LMI).
Autorisation d'exercer leur profession pour les avocats extérieurs au canton; frais de la décision d'autorisation.
Aperçu de la libre circulation intercantonale des avocats (consid. 3).
L'activité d'avocat à l'extérieur du canton est soumise à autorisation aussi au regard de la loi fédérale sur le marché intérieur. Le canton de libre circulation peut prévoir une procédure d'autorisation (d'admission). En application du droit fédéral, celle-ci doit cependant être normalement simple, rapide et gratuite (cf. art. 4 al. 2 LMI) (consid. 4-6).